Lateinamerika
Compañeras
Vier arbeitende Frauen in Argentinien: Magdalena bewirtschaftet einen kleinen Hof in der Provinz San Juan, Karina ist alleinerziehende Mutter und Aufseherin in der U-Bahn. Regina ernährt seit der Arbeitslosigkeit ihres Mannes ihre Familie mit Kartonsammeln und Nina war in den 70er Jahren im Widerstand in Argentinien und an der sandinistischen Revolution beteiligt. Sie erzählen uns über ihre Arbeit, ihre Kämpfe und ihr Leben.
Apaga y vamonos - Abschalten
Der Biobio ist einer der längste Flüsse Chiles. Er ist von großer ökologischer und historischer Bedeutung. Denn die Spanier waren nicht in der Lage das Volk der Mapuche-Pehuenche, die Ureinwohner, die südlich des Flusses lebten, zu unterwerfen.
Endesa ist der größte Stromkonzern Spaniens und setzte den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt am Oberlauf des Biobio durch. Die UNO spricht in diesem Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen. Die chilenische Universität ARCIS ordnete diese Projekt als
Genozid am Volk der Mapuche-Pehuenche ein. Der Film zeigt die ökologische, die soziale und die kulturelle Verheerung, die ein neoliberales Musterprojekt mit sich brachte.
Anschließend Diskussion
zu Gast: Carlos Contreras Painemal, Mapuche, Anthropologe, Doktorant an der FU
Beatbox Colombia
Sie nennen sich Topo, Chettos Clan oder Operando. Sie sind zwischen 19 und 28 Jahre alt. Sie leben an einem der gefährlichsten Plätze Lateinamerikas, den Ghettos der großen Städte von Kolumbien, Bogota und Cali. Ihre Leidenschaft ist Musik, Rapmusik. In ihren Liedern singen sie vom Bürgerkrieg, der Gewalt auf den Strassen, von korrupten Politikern, von den Ursachen des Konfliktes, den Drogen, von Freunden, die nie wieder auftauchten und von dem Willen, etwas zu verändern. Ihre Musik ist wie ein Schrei.
Der einzige Weg
Die „Friedensgemeinde San José de Apartadó“ im Norden Kolumbiens steht für die Suche nach politischen Alternativen in einem Konflikt, der wenige Profiteure und viele Opfer hat. Nach Jahrzehnten des militärischen Konflikts und der Vertreibung sehen die Bauern in strikter Neutralität gegenüber allen bewaffneten Gruppen den einzigen Weg, ihr Land zu behalten. Trotz permanenter Aggressionen der Paramilitärs und der Armee halten die Menschen seit 10 Jahren an ihrem Projekt fest, das sie kurz „el proceso“ nennen. Der Film fragt nach den Motiven und verortet das Projekt im historischen und zeitpolitischen Kontext Kolumbiens.
www.kanalb.org
www.cdpsanjose.org
Un poquito de tanta verdad - Ein kleines bisschen (von soviel) Wahrheit
Als die LehrerInnen im mexikanischen Oaxaca für bessere Löhne und sozialen Bedingungen in den Streik treten, solidarisieren sich weite Teile der Bevölkerung. Es kommt im Sommer 2006 zu einem beispiellosen Aufstand gegen den verhassten Gouverneur, der massive Repressionen gegen die Bevölkerung nach sich zieht. Eine Schlüsselrolle spielen die TV- und Radiosender der Bewegung, die zum wichtigen Kommunikationsmittel werden. Diese beeindruckende Dokumentation verbindet geschickt das Videomaterial engagierter FilmemacherInnen und die vielseitigen Interviews mit den ProtagonistInnen.
An impressing documentary about the rebellion of the Oaxacan people for a better living and the role of idependend media within their movement.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Jaqueline Sáenz, Rechtsanwältin vom Centrum ProDH (für Menschenrechte)
Stefan Zimmer Carea e.V.
Lateinamerika
Nuestro petróleo y otros cuentos
Vom Maracaibo See bis zum Orinoco Delta: ein Dokumentarfilm aus dem „revolutionären“ Venezuela über die Rolle des Öls vor dem Hintergrund der Selbstbestimmung von ÖlarbeiterInnen und der indigenen Bevölkerung. Trotz aller Rhetorik gegen Neoliberalismus sind unter Hugo Chavez die ökonomischen Beziehungen mit multinationalen Konzernen in der Erdölförderung und -verarbeitung enger geworden.
Der Film geht den sozialen Kosten auf den Grund, die auch in Venezuela von Mensch und Umwelt getragen werden müssen.
Oaxaca - Zwischen Rebellion und Utopie
Seit Juni 2006 befindet sich die Bevölkerung des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca im Aufstand gegen den amtierenden Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz. Mehrere hundert Organisationen haben sich in der APPO (Volksversammlung der Völker Oaxacas) organisiert und weitreichende Vorschläge für eine neue Verfassung und Reformen erarbeitet. Der Film zeigt den Kampf der APPO und den Alltag in den Protestcamps und lässt Menschen der verschiedenen Sektoren zu Wort kommen. Er zeigt aber auch die brutale Repression, der sich die sozialen Bewegungen Oaxacas ausgesetzt sehen und die schon mehrere Todesopfer gefordert hat.
Romper el cerco
Schauplatz ist die mexikanische Stadt San Salvador Atenco im Mai 2006 zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen. Zwischen der Zivilbevölkerung und der Regierung spitzt sich der Konflikt um Land und
Rechte zu. Es kommt zum Ausnahmezustand: Der Film verdeutlicht, wie der brutale Polizeieinsatz durch die angstschürende Berichterstattung gerechtfertigt wird. Erzählt wird die Geschichte derer, die an diesen Tagen in den Massenmedien nicht zu Wort kamen und sich im Kampf für ihre Rechte nicht einschüchtern lassen.
Yaipota ñande igüi - Queremos nuestra tierra
El Tabacal ist eine der Guarani Gemeinschaften in Nordargentinien. Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt die agroindustrielle Entwicklung in dieser Gegend durch die Gründung einer Zuckerraffinerie, in der angrenzende indigene Gemeinden zur Arbeit gezwungen werden. 1996 erwirbt der multinationale Konzern Seabord Corporation die Raffinerie und entlässt 6.000 ArbeiterInnen. Angesichts der extremen Armut durch ihre Entlassung, besetzen einige hundert Familien ein Stu.ck Land, das ehemals sowieso ihnen gehörte. Es kommt zu Polizeieinsatz und Räumung. Ein langer Kampf der Familien um Überleben und Land beginnt.
