Landkonflikt

Ase tena pa – The struggle for livelihood in mining communities


Der Film zeigt das Leben von Gemeinden in Ghana, die traditionell vom Landbau gelebt haben und denen durch Goldminen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Der Goldabbau reißt tiefe Krater in die Landschaft und stellt auch die Gemeinden nicht selten vor eine Zerreißprobe. Verkaufen oder kämpfen, bleiben oder gehen? Lokale AktivistInnen ermutigen die Bäuerinnen und Bauern, auf ihren Rechten zu bestehen. Unterdessen rühmt sich die Minenfirma ihres sozialen Bewusstseins und verspricht, die Abbaukrater eines Tages wieder aufzufüllen. Es entsteht ein mehrschichtiges Bild von den Interessenlagen und Verantwortlichkeiten.

www.wacam.org
www.fian.de

Anschließend Diskussion
zu Gast: Vivian Schüler (Regisseur), VertreterIn von FIAN, Köln (angefragt)

43 min.
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
deutsch

Apaga y vamonos - Abschalten


Der Biobio ist einer der längste Flüsse Chiles. Er ist von großer ökologischer und historischer Bedeutung. Denn die Spanier waren nicht in der Lage das Volk der Mapuche-Pehuenche, die Ureinwohner, die südlich des Flusses lebten, zu unterwerfen.
Endesa ist der größte Stromkonzern Spaniens und setzte den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt am Oberlauf des Biobio durch. Die UNO spricht in diesem Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen. Die chilenische Universität ARCIS ordnete diese Projekt als
Genozid am Volk der Mapuche-Pehuenche ein. Der Film zeigt die ökologische, die soziale und die kulturelle Verheerung, die ein neoliberales Musterprojekt mit sich brachte.

www.switchoffthemovie.com

Anschließend Diskussion
zu Gast: Carlos Contreras Painemal, Mapuche, Anthropologe, Doktorant an der FU

87 min
Filmsprache:
spanisch
Untertitel:
deutsch

Der einzige Weg

Die „Friedensgemeinde San José de Apartadó“ im Norden Kolumbiens steht für die Suche nach politischen Alternativen in einem Konflikt, der wenige Profiteure und viele Opfer hat. Nach Jahrzehnten des militärischen Konflikts und der Vertreibung sehen die Bauern in strikter Neutralität gegenüber allen bewaffneten Gruppen den einzigen Weg, ihr Land zu behalten. Trotz permanenter Aggressionen der Paramilitärs und der Armee halten die Menschen seit 10 Jahren an ihrem Projekt fest, das sie kurz „el proceso“ nennen. Der Film fragt nach den Motiven und verortet das Projekt im historischen und zeitpolitischen Kontext Kolumbiens.

www.kanalb.org
www.cdpsanjose.org


85 Min.
Filmsprache:
spanisch
Untertitel:
deutsch

Yaipota ñande igüi - Queremos nuestra tierra


El Tabacal ist eine der Guarani Gemeinschaften in Nordargentinien. Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt die agroindustrielle Entwicklung in dieser Gegend durch die Gründung einer Zuckerraffinerie, in der angrenzende indigene Gemeinden zur Arbeit gezwungen werden. 1996 erwirbt der multinationale Konzern Seabord Corporation die Raffinerie und entlässt 6.000 ArbeiterInnen. Angesichts der extremen Armut durch ihre Entlassung, besetzen einige hundert Familien ein Stu.ck Land, das ehemals sowieso ihnen gehörte. Es kommt zu Polizeieinsatz und Räumung. Ein langer Kampf der Familien um Überleben und Land beginnt.

www.cineinsurgente.org/peliculas

74 Min