Prekariat

Argentina

In den globalisierten Gewässern der Reichtumsproduktion schwimmt Argentina von Azul Blaseotto gegen die Strömung. Der Alltag auf der seit 2002 einzig selbstverwalteten Werft des Landes im Hafengebiet von Buenos Aires wird aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive erlebt. Ohne politische Idealisierung wird die menschliche Konstellation der Arbeit in einer besetzten Fabrik gezeigt. Der Film zeichnet dabei ein Bild von prekärer Arbeit als Metapher für ein prekäres Leben jenseits privater oder staatlicher Wirtschaftsorganisation – und auch den Stolz und Spaß dabei.

Einführung: Archi Kuhnke. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin

20 Min
Filmsprache:
spanisch
Untertitel:
englisch

labor[B], Argentina

20.10.2008 - 21:00
Orte:
Film/e:
Gast:
Azul Blaseotto, Archi Kuhnke

Argentina (Werftkooperative)

Regie: Azul Blaseotto, Argentinien/Deutschland 2008, Doku, 20 min, Spanisch, OmeU
In den globalisierten Gewässern der Reichtumsproduktion schwimmt Argentina von Azul Blaseotto gegen die Strömung. Der Alltag auf der seit 2002 einzig selbstverwalteten Werft des Landes im Hafengebiet von Buenos Aires wird aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive erlebt. Ohne politische Idealisierung wird die menschliche Konstellation der Arbeit in einer besetzten Fabrik gezeigt. Der Film zeichnet dabei ein Bild von prekärer Arbeit als Metapher für ein prekäres Leben jenseits privater oder staatlicher Wirtschaftsorganisation – und auch den Stolz und Spaß dabei.

Einführung: Archi Kuhnke. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Azul Blaseotto

Montag, 20.10.2008 um 21:00 Uhr bei b_ books, Lübbenerstr. 16, Kreuzberg

labor[B], Workshop

18.10.2008 - 11:30

„Alles prekär, oder was?“

Workshop für Jugendliche ab 15 Jahren

Ob in der Zeitung oder in politischen Debatten – überall begegnet man dem Wort „prekär“: die Arbeitsverhältnisse und sozialen Absicherung werden angeblich immer „prekärer“, und es ist gar die Rede von einem „Prekariat“, dass die alte Arbeiterklasse ablöst. Was damit genau gemeint ist, bleibt oft unklar. In dem Workshop wollen wir der Sache auf den Grund gehen: was heißt „prekär“ und was ist schon ein „normales“ Arbeitsverhältnis? Warum wird in der Linken soviel über das Thema diskutiert und welche Perspektiven für eine widerständige Praxis werden sich davon erhofft?

Berliner Mayday-Bündnis, mit Andreas Ziehl und Philipp Mattern

Samstag, 18.10.2008 um 11.30 Uhr, Treffpunkt Moviemento

HartzIV und Arbeitsregime

19.10.2008 - 16:15
Gast:
„Solidarität mit Emmely“; „Berliner Kampagne gegen Hartz IV“; „ak kraak“

Sonntag, 19.10.2008, 16.15 Uhr: Diskussion und Kampagneninfo zu HartzIV, Arbeitsregime und den jüngsten Streiks im Berliner Einzelhandel
Drei kurze Videodokus führen ins Thema: Prekär, ob man arbeitet oder nicht ist Teil einer Kompilation zu Prekarisierung. Zwei Frauen, Annette und Marie, erzählen von ihrem unterschiedlichen Umgang mit dem Druck, arbeiten zu müssen. Außerdem zwei Kurzdokus von kanalB über die Streiks im Berliner Einzelhandel im Sommer und die Schikanen gegen die streikenden KollegInnen.

Als Gäste dürfen wir begrüßen: „Solidarität mit Emmely“, ein Komitee zur Unterstützung einer Kaiser‘s-Kassiererin, der nach 31 Jahren fristlos gekündigt wurde, nachdem sie sich am ver.di Streik im Sommer beteiligt hatte. Außerdem Vertreter der „Berliner Kampagne gegen Hartz IV“, in der unmittelbar Betroffene Aufklärungsarbeit über das Zwangs- und Disziplinarregime „Hartz IV“ leisten sowie Mitglieder des Berliner Videokollektivs „ak kraak“, das seit Jahren aktivistische Videos und Dokumentationen produziert, immer gegen die notorischen Übel der herrschenden Zustände.

Precarious Lives

Precarious Lives fragt nach der Tauglichkeit des Begriffs Prekarisierung im rumänischen Kontext. Zehn Frauen sprechen über ihre sehr unterschiedlichen „Erwerbsbiografien“ und treten dabei heraus aus dem Schatten eines Massenphänomens.

In Precarious Lives ten women’s narratives come together to question the use of such handy terms as “precarity”.

Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Joanne Richardson und Protagonistinnen (angefragt)

43 min.
Untertitel:
englisch

Prekarisierung

19.10.2008 - 21:00
Gast:
Joanne Richardson, Protagonistinnen



Der Eintritt ist frei, da die Filme Copyleft sind.
The film is admission free, because it's copyleft.

Leben und Aufbegehren im Postfordismus

18.10.2008 - 23:00

PRIMERO DE MAYO nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.

A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.

Primero de Mayo (La Ciudad-fábrica) / First of May (The City Factory)

Primero de mayo nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.

A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.

70 Min.