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Der erste Film zeigt die Verbindungslinien zwischen den Lebensmitteln, die täglich in Spanien konsumiert werden und den gefährlichen sozialen und ökologischen. Auswirkungen des Anbaust von gentechnisch verändertem Soja in Paraguay (Ruin der traditionellen Dorflandwirtschaft und gewalttätige Vertreibung landlos gewordener Bauern), sowie die Konsequenzen dieses Models für Spanische Kleinbauern und Milchproduzenten (sinkende Preise, Bankrott, Konzentration der Landwirtschaft und Monokultur), und verweist auf alternative Produzenten-Konsumenten-Beziehungen als einen möglichen Ausweg. Die beiden weiteren Kurzfilme zeigen zwei Beispiele aktiven Widerstands gegen das industrielle Modell, eine ecuadorianische Initiative, die die genetische Vielfalt der Samen erhält, sowie Protest gegen den Anbau gentechnisch veränderte Organismen in Portugal.
The first film connects the food that is consumed in Spain daily to the social and ecological impacts of cultivating genetically modified soya in Paraguay, pointing out alternative production-consumption relationships. The two other short films show examples of active resistance against this industry model – an Ecuadorian initiative to maintain the genetic diversity of seeds and protests against the cultivation of GM organisms in Portugal.
Langversion
Es war kein Geheimnis, wie Dikator Ferdinand Marcos die Phillipinen über Jahrzehnte blutig unterdrückt und ausgeplündert hat. Gleichzeitig war er willkommener Kunde bei internationalen Banken. Ähnlich war es in Südafrika während der Apartheid, im Kongo unter Mobutu und in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur. Heute verhindern die angehäuften Schulden die Armut und Unterentwicklung in diesen Ländern zu überwinden. Im Gespräch mit Zeitzeugen, Aktivisten und prominenten Vordenkern wird deutlich: Die angehäuften Schulden sind illegitim.
Der Film wird von VertreterInnen der attac AG Finanzmärkte Berlin in Kooperation mit dem
Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll-Stiftung vorgestellt.
Freitag, 17.10.2008 um 19:30 Uhr
im Seminarraum des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Kottbusser Damm 72, 4. OG.
„Alles prekär, oder was?“
Workshop für Jugendliche ab 15 Jahren
Ob in der Zeitung oder in politischen Debatten – überall begegnet man dem Wort „prekär“: die Arbeitsverhältnisse und sozialen Absicherung werden angeblich immer „prekärer“, und es ist gar die Rede von einem „Prekariat“, dass die alte Arbeiterklasse ablöst. Was damit genau gemeint ist, bleibt oft unklar. In dem Workshop wollen wir der Sache auf den Grund gehen: was heißt „prekär“ und was ist schon ein „normales“ Arbeitsverhältnis? Warum wird in der Linken soviel über das Thema diskutiert und welche Perspektiven für eine widerständige Praxis werden sich davon erhofft?
Berliner Mayday-Bündnis, mit Andreas Ziehl und Philipp Mattern
Samstag, 18.10.2008 um 11.30 Uhr, Treffpunkt Moviemento
PRIMERO DE MAYO nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.
A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.
Sonntag, 19.10.2008, 16.15 Uhr: Diskussion und Kampagneninfo zu HartzIV, Arbeitsregime und den jüngsten Streiks im Berliner Einzelhandel
Drei kurze Videodokus führen ins Thema: Prekär, ob man arbeitet oder nicht ist Teil einer Kompilation zu Prekarisierung. Zwei Frauen, Annette und Marie, erzählen von ihrem unterschiedlichen Umgang mit dem Druck, arbeiten zu müssen. Außerdem zwei Kurzdokus von kanalB über die Streiks im Berliner Einzelhandel im Sommer und die Schikanen gegen die streikenden KollegInnen.
Als Gäste dürfen wir begrüßen: „Solidarität mit Emmely“, ein Komitee zur Unterstützung einer Kaiser‘s-Kassiererin, der nach 31 Jahren fristlos gekündigt wurde, nachdem sie sich am ver.di Streik im Sommer beteiligt hatte. Außerdem Vertreter der „Berliner Kampagne gegen Hartz IV“, in der unmittelbar Betroffene Aufklärungsarbeit über das Zwangs- und Disziplinarregime „Hartz IV“ leisten sowie Mitglieder des Berliner Videokollektivs „ak kraak“, das seit Jahren aktivistische Videos und Dokumentationen produziert, immer gegen die notorischen Übel der herrschenden Zustände.
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Der Eintritt ist frei, da die Filme Copyleft sind.
The film is admission free, because it's copyleft.
Argentina (Werftkooperative)
Regie: Azul Blaseotto, Argentinien/Deutschland 2008, Doku, 20 min, Spanisch, OmeU
In den globalisierten Gewässern der Reichtumsproduktion schwimmt Argentina von Azul Blaseotto gegen die Strömung. Der Alltag auf der seit 2002 einzig selbstverwalteten Werft des Landes im Hafengebiet von Buenos Aires wird aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive erlebt. Ohne politische Idealisierung wird die menschliche Konstellation der Arbeit in einer besetzten Fabrik gezeigt. Der Film zeichnet dabei ein Bild von prekärer Arbeit als Metapher für ein prekäres Leben jenseits privater oder staatlicher Wirtschaftsorganisation – und auch den Stolz und Spaß dabei.
Einführung: Archi Kuhnke. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Azul Blaseotto
Montag, 20.10.2008 um 21:00 Uhr bei b_ books, Lübbenerstr. 16, Kreuzberg
BOOM erkundet die Zusammenhänge zwischen der Dot.com-Blase Ende des 20. Jahrhunderts und den massiven Bevölkerungsverdrängungen in der San Francisco Bay Area, insbesondere im vorwiegend von lateinamerikanischen ArbeiterInnen geprägten Mission District. Die im Film portraitierten, durch riesige Kapitalinvestitionen beschleunigten Gentrifizierungsprozesse, aber auch die Widerstandsbemühungen der Ansässigen möchten wir für eine Diskussion über dieses global auftretende Phänomen zum Anlass nehmen.
BOOM explores the relationships between the dot-com boom (and bust) and community displacement and gentrification in the San Francisco Bay Area, particularly in the largely working class and Latino Mission District.
anschließend Diskussion mit Matthias Bernt (Stadtsoziologe, Sozialwissenschaftler)
(Andrej Holm mußte leider kurzfristig absagen)

