Themen

Arlit, la deuxième Paris


In den 70er Jahren erwarb sich die nigerianische Stadt Arlit den Beinamen „das zweite Paris“. Reiche Uranvorkommen machten sie zu einer Drehscheibe in der Region. Seit den Aufständen der Tuareg Anfang der 80er Jahre und dem Rückzug des französischen Förderkonzerns Cogema ist Arlit zu einer Geisterstadt und einer Anlaufstelle für MigrantInnen auf dem Weg nach Algerien geworden. Der Film beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen des Uranabbaus und stellt dabei eine Vielzahl von Menschen unterschiedlicher Herkunft vor.

78 min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
englisch

Crossroads at the edge of worlds


Charles Heller folgt einer stark frequentierten Migrationsroute von sub-saharischen Fluüchtlingen nach Marokko. Hier wird der reale Kampf ausgetragen, den Europa durch die Militarisierung seiner Grenzen nach Nordafrika verlagert. Polizeigewalt, Tod durch Verdursten in der Wüste, informelle Camps, die regelmäßig geplündert und zu Rekrutierungslagern für Niedriglohnbeschäftigte werden.
40 min
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
englisch

Die Unerwünschten


Rottenburg ist eine schwäbische Kleinstadt. Zum Wahnsinn der Provinz gehört dort auch ein Abschiebegefängnis. Gesichert durch zwei Mauern und Stacheldraht. Hier sind keine kriminellen Gewaltverbrecher inhaftiert, sondern 45 Männer, von denen die meisten noch nie eine Straftat begangen haben. Es sind größtenteils illegal Eingereiste und abgelehnte Asylbewerber. Der Film begleitet sechs Gefangene, lässt sie mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten zu Wort kommen. Das Ergebnis ist eine dichte Beschreibung der menschlichen Tragödien und ein erschreckender Einblick in das zynische System der Abschiebebürokratie.

www.chipkartenini.squat.net

55 min

La ciudad de la espera - City of wait


Alhoceima befindet sich im Rif-Gebirge, im Norden von Marokko, wo seit drei Generationen die Auswanderung nach Europa zur einzigen Zukunftsperspektive wurde. Dieser sehr stimmungsvolle Dokumentarfilm begleitet eine Hausfrau, einen Taxifahrer, einen Unternehmer, einen Künstler und eine feministische Aktivistin durch ihren Alltag und eine Realität, die geographisch so nah und doch dem Großteil der europäischen Öffentlichkeit völlig unbekannt ist.
60 Min
Filmsprache:
arabisch
Untertitel:
englisch

Nem-Nee


NEM-NEE steht für „Non-entrée en matière – Nichteintretensentscheid“, eine im Ausländerrecht der Schweiz jüngst geschaffene Grauzone, in die ein Großteil der Asylsuchenden abgeschoben wird. Hinter dem Rechtskonstrukt steht die Einsicht, dass Duldung durch Ignoranz billiger ist als Deportation. Charles Heller geht der politischen Vorgeschichte nach, lässt aber vor allem die Betroffenen zu Wort kommen und folgt ihnen an die Orte, wo sie trotz allem zu überleben versuchen.

www.droitsdevant.org

45 min.

Paroles des Sans-Papiers


Drei französische Sans-Papiers sprechen über ihre Situation als Menschen, die sich ohne regulären Aufenthaltstitel durchschlagen müssen.

http://www.droitsdevant.org/

15 min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
englisch

Rendez-vous manqué


Rendez-vous manqué beschreibt die Folgen der Privatisierung der Eisenbahnlinie Dhakar-Niger. Die Linie wurde 2001 von Senegal und Mali an das franko-kanadische Unternehmen Transrail verkauft. Das Unternehmen schränkte den Personenverkehr stark ein. Da die Bahnlinie der Hauptumschlagplatz für die von den Bauern in der Umgebung produzierten Waren war, verloren dadurch viele ihre Existenz. Der Kampf für die Rücknahme der Privatisierung wird von mehreren afrikanischen Eisenbahngewerkschaften, Verbänden von pensionierten Eisenbahnern, Bauern und Bäuerinnen gemeinsam geführt, die in der NGO Cocidirail zusammengeschlossen sind. International wird Cocidirail von dem europäischen Netzwerk der Eisenbahnergewerkschaften, der französischen SUDRail und T.I.E. unterstützt.

www.cocidirail.info

40 Min.
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
deutsch

Sans Papiers


Die Kurzdoku Sans Papiers ergab sich aus Interviews mit Häftlingen im Abschiebegewahrsam Berlin-Köpenick. Die aus den Gesprächen hervorgehenden Beschreibungen fragwürdiger Verfahrensweisen mit den Inhaftierten unterschiedlicher Herkunft stellen eine derartige Institution und den Umgang mit Menschen ohne Papiere in Europa in Frage.
14 Min

Zusammenprall der Zivilisationen


Im Herbst 2005 u.berwanden hunderte afrikanische Flu.chtlinge die Grenzzäune der EU um die spanischen Enklaven in Marokko mit selbstgebauten Leitern. Viele kamen dabei ums Leben. Die Organisation PRODEIN hat Misshandlungen und illegale Abschiebungen mit diesem Film dokumentiert.

de.indymedia.org/2007/01/165248
de.indymedia.org/2005/10/129667
www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/melilla

35 min

Jung und Moslem in Deutschland


Eine Dokumentationsreihe über junge MuslimInnen, ihren Glauben und ihr Leben. Die enzelnen Kurzfilme arbeiten jeweils ein spezifisches Thema auf, z.B. das Kopftuchtragen, den Umgang mit den Geboten des Islam, muslimische Musik in Deutschland, den Islam in den Medien. Im Mittelpunkt stehen Interviews mit jungen MuslimInnen verschiedener Glaubensrichtungen, verschiedener nationaler und kultureller Herkunft.
Der erste Teil der Reihe wurde letztes Jahr in Wien mit dem Erasmus-Euro-Medie-Siegel ausgezeichnet.

(empfolen ab 12 Jahren)


Filmsprache:
deutsch
Untertitel:
keine