Themen

Arlit, la deuxième Paris


In den 70er Jahren erwarb sich die nigerianische Stadt Arlit den Beinamen „das zweite Paris“. Reiche Uranvorkommen machten sie zu einer Drehscheibe in der Region. Seit den Aufständen der Tuareg Anfang der 80er Jahre und dem Rückzug des französischen Förderkonzerns Cogema ist Arlit zu einer Geisterstadt und einer Anlaufstelle für MigrantInnen auf dem Weg nach Algerien geworden. Der Film beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen des Uranabbaus und stellt dabei eine Vielzahl von Menschen unterschiedlicher Herkunft vor.

78 min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
englisch

Au clair de la lune


10 Monate bereiste Leona Goldstein die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Mali. Sie befragte MenschenrechtsaktivistInnen, Künstler und abgeschobene Flüchtlinge nach ihren Visionen zu „Utopia Europe“, Chancen und globalem Gleichgewicht. Der Film fokussiert auf die Verantwortung Europas in den afrikanischen „Krisen” und die Zukunft des Grundrechts auf Asyl.

www.zapanka.net

40 Min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
deutsch

Crossroads at the edge of worlds


Charles Heller folgt einer stark frequentierten Migrationsroute von sub-saharischen Fluüchtlingen nach Marokko. Hier wird der reale Kampf ausgetragen, den Europa durch die Militarisierung seiner Grenzen nach Nordafrika verlagert. Polizeigewalt, Tod durch Verdursten in der Wüste, informelle Camps, die regelmäßig geplündert und zu Rekrutierungslagern für Niedriglohnbeschäftigte werden.
40 min
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
englisch

Gesteuerte Demokratie?


Die stärkere Militarisierung der Bundesrepublik seit den frühen 1990er Jahren findet ihre Entsprechung in den Ansagen des aggressiver gewordenen deutschen Kapitals. Dazu ist ein Blick nötig auf das, was früher Kriegs-Propaganda hieß und sich heute als „interner Medienmix“ der Bundeswehr darstellt. In Interviews mit Offizieren im „Zentrum Operative Information“ und des “Dezernat Einsatzkamera“ wird die ideologische Ausrichtung dieser Truppe deutlich. Einst staatlich garantierte Grenzen zwischen „innerer“ und „äußerer Sicherheit“ werden in eines für die BRD vielleicht neuen Typus des Staatfernsehens vermischt.
Wir zeigen den Film und das globalRADIO bringt die Tonspur (www.gradio.org) mit anschließendem Offenen Mikrophon.

Video-Download: http://v2v.cc/v2v/Gesteuerte_Demokratie%3F


62 Min
Filmsprache:
deutsch
Untertitel:
keine

La ciudad de la espera - City of wait


Alhoceima befindet sich im Rif-Gebirge, im Norden von Marokko, wo seit drei Generationen die Auswanderung nach Europa zur einzigen Zukunftsperspektive wurde. Dieser sehr stimmungsvolle Dokumentarfilm begleitet eine Hausfrau, einen Taxifahrer, einen Unternehmer, einen Künstler und eine feministische Aktivistin durch ihren Alltag und eine Realität, die geographisch so nah und doch dem Großteil der europäischen Öffentlichkeit völlig unbekannt ist.
60 Min
Filmsprache:
arabisch
Untertitel:
englisch

Rendez-vous manqué


Rendez-vous manqué beschreibt die Folgen der Privatisierung der Eisenbahnlinie Dhakar-Niger. Die Linie wurde 2001 von Senegal und Mali an das franko-kanadische Unternehmen Transrail verkauft. Das Unternehmen schränkte den Personenverkehr stark ein. Da die Bahnlinie der Hauptumschlagplatz für die von den Bauern in der Umgebung produzierten Waren war, verloren dadurch viele ihre Existenz. Der Kampf für die Rücknahme der Privatisierung wird von mehreren afrikanischen Eisenbahngewerkschaften, Verbänden von pensionierten Eisenbahnern, Bauern und Bäuerinnen gemeinsam geführt, die in der NGO Cocidirail zusammengeschlossen sind. International wird Cocidirail von dem europäischen Netzwerk der Eisenbahnergewerkschaften, der französischen SUDRail und T.I.E. unterstützt.

www.cocidirail.info

40 Min.
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
deutsch

Sans Papiers


Die Kurzdoku Sans Papiers ergab sich aus Interviews mit Häftlingen im Abschiebegewahrsam Berlin-Köpenick. Die aus den Gesprächen hervorgehenden Beschreibungen fragwürdiger Verfahrensweisen mit den Inhaftierten unterschiedlicher Herkunft stellen eine derartige Institution und den Umgang mit Menschen ohne Papiere in Europa in Frage.
14 Min

Sometimes in April


Sometimes in April beschäftigt sich mit dem Genozid der Hutu-Milizen an den Tutsi, dem 1994 in Ruanda innerhalb von 100 Tagen eine Million Menschen zum Opfer fielen und dem die internationale Staatengemeinschaft weitgehend tatenlos zusah. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der mit einer Tutsi verheiratete Hutu-Soldat Augustin Muganza, der sich dem Blutrausch der militärischen Führung widersetzt und dennoch seine ganze Familie verliert. In kompromisslosen Bildern zwingt Peck den Zuschauer, in der „unfassbaren Tragödie“ die Spuren einer weit verbreiteten politischen Skrupellosigkeit zu erkennen.

http://www.hbo.com/films/sometimesinapril/


139 Min

Strike - The Flickering Flame

Ken Loach dokumentiert in Strike – The Flickering Flame den über Jahre anhaltenden Arbeiterkampf der Liverpooler Hafenarbeiter. Als Reaktion auf die Einführung der Zeitarbeit und schlechteren Arbeitsbedingungen in ihrem Betrieb entscheidet sich die gesamte Belegschaft trotz massiven Drucks und ohne Unterstützung ihrer Gewerkschaft den Streik weiterzuführen.

www.labournet.de/ueberuns/woz.html
www.labournet.net/docks2

Anschließend Diskussion
zu Gast: Pit Wuhrer (politischer Journalist/Schweizer WochenZeitung [WoZ]) (angefragt)

52 Min

Ase tena pa – The struggle for livelihood in mining communities


Der Film zeigt das Leben von Gemeinden in Ghana, die traditionell vom Landbau gelebt haben und denen durch Goldminen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Der Goldabbau reißt tiefe Krater in die Landschaft und stellt auch die Gemeinden nicht selten vor eine Zerreißprobe. Verkaufen oder kämpfen, bleiben oder gehen? Lokale AktivistInnen ermutigen die Bäuerinnen und Bauern, auf ihren Rechten zu bestehen. Unterdessen rühmt sich die Minenfirma ihres sozialen Bewusstseins und verspricht, die Abbaukrater eines Tages wieder aufzufüllen. Es entsteht ein mehrschichtiges Bild von den Interessenlagen und Verantwortlichkeiten.

www.wacam.org
www.fian.de

Anschließend Diskussion
zu Gast: Vivian Schüler (Regisseur), VertreterIn von FIAN, Köln (angefragt)

43 min.
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
deutsch

Bamako

Bamako ist die Inszenierung eines wütenden Traums: ein Tribunal der Geschädigten und Gedemütigten gegen die mächtigen Institutionen
des „Nordens“. In einem Innenhof in Malis Hauptstadt Bamako versammeln sich AktivistInnen, AnwohnerInnen, Schaulustige und erzählen vom täglichen Leben unter dem neuen Kolonialismus.
Der Film vermittelt objektive Bestandsaufnahme und subjektiv erlebten Alltag und erzählt von den Strategien der Weltbank mit der gleichen Unmittelbarkeit wie vom Wäschewaschen oder den Auswanderungsplänen einer Barsängerin.

115 min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
englisch

The Yes Men


Sie werden zu internationalen Wirtschaftskonferenzen eingeladen, tragen seriöse Anzüge unf halten Power-Point-Präsentationen. Handelt es sich um überbezahlte Businessmänner, die die nächsten Profite planen? Nein! Es stellen sich vor: Die Yes Men, Meister der Kommunikationsguerilla. Sie sind die nächste Generation von Politaktivisten, und selbst große Fernsehsender fallen auf ihre kühne Überzeichnung von Zielen der Welthandelsorganisation herein. Politsatire auf einer neuen Ebene - je nach Situation bewaffnet mit Computeranimationen über McDonald´s oder mit einem hautengen Kostüm, auf das selbst Superman neidisch wäre, nehmen die YES MEN verbreitete Wirtschaftsodeologien mit schwarzem Humor aufs Korn.

82 min.

New Penelope


Weggehen um zu überleben - Arbeitsmigranten aus Tadschikistan lassen auseinandergerissene Familien zu Hause.

25 min.

Alltag Überwachung

Ob durch neue Kameras oder dauerhafte Speicherung von Telefondaten, ob sichtbar oder im Verborgenen: Immer mehr Informationen über den Einzelnen werden gesammelt, gespeichert und verknüpft. Alles zur Sicherheit der Bürger und zum Vorteil der Konsumenten? Vollzieht sich ein Wandel im Umgang mit Informationen in der digitalen Welt oder ist es bereits der Weg in den Überwachungsstaat? Spurensuche in Deutschland - ein Video-Feature in vier Teilen.

Hunderttausende öffentliche und private Kameras sind in Deutschland installiert. Doch die Forderung nach mehr Videoüberwachung reißt nicht ab. Manche erhoffen sich davon mehr Sicherheit, andere warnen vor der Überwachung - zum Beispiel in Leipzig. Dort setzt die Polizei seit langem auf Kameras.

Wer mit wem telefoniert, wo sich Handy-Besitzer aufhalten, jeder Internet-Abruf: Künftig sollen in der EU Kommunikationsdaten in ungeheurem Ausmaß gespeichert werden, zum Schutz vor Terroristen. "Die Bevölkerung wird unter Generalverdacht gestellt", meinen Datenschützer. Peter Strehmel hat schon erfahren, wie sich das anfühlt.

Vom Supermarkt-Etikett über das WM-Ticket bis zum Reisepass: In immer mehr Gegenständen stecken winzige Funkchips. Die Industrie verspricht sich von der RFID-Technik billigere Logistik und ihren Kunden individuellere Dienstleistungen. Skeptiker reden dagegen von "Schnüffelchips?.

Ob durch Überwachungskameras an der Tankstelle, beim Surfen im Internet oder beim Bezahlen mit einer Treuekarte: Freiwillig oder unfreiwillig hinterlässt jeder Spuren.

44 min.
Filmsprache:
deutsch
Untertitel:
keine

Kopfende Hassloch


Ein kleines Kompendium der alltäglichen Überwachung und der Diskussion darum.

36 min.

Lucha por la vida


Erdölförderung im ecuadorianischen Amazonas verursacht katastrophale Veränderungen für Menschen und Umwelt.

70 min

Bauern!


Elke Marhöfers Video Bauern! ist eine Beobachtung von Bauern und Bäuerinnen in Burkina Faso bei der Baumwollernte und eine Aufzeichnung der die Arbeit begleitenden Gespräche um den Alltag, das Ernten, den zu erwartenden Ertrag, die unstabilen Absatzpreise. Aus dem Verhältnis zwischen der fast unveränderten Kameraposition, der Beiläufigkeit der Beobachtung und dem Inhalt der Gespräche entwickelt sich quasi in Echtzeit eine feine Balance aus Distanz und Sympathie.  
20 Min.