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neueWUT III – Das war der Gipfel!

Juni 2007. Ostseebad Heiligendamm. Der größte Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. Über 17.000 PolizistInnen, selbst die Bundeswehr, „sichern“ das rituelle Gipfeltreffen der „mächtigsten Frau und Männer der Welt“, den sogenannten „Weltwirtschaftsgipfel“. Trotzdem gelingt es circa 12.000 GlobalisierungskritikerInnen immer wieder, die wichtigsten Zufahrtsstraßen zum hermetisch mit Zaun und Stacheldraht abgeriegelten Tagungsort zu blockieren. Wichtiger noch, sie können ihre Kritik am gegenwärtigen Weltwirtschaftssytem und Ihre Alternativen öffentlich machen, obwohl zunächst das „Chaos von Rostock“, Politikerrufe nach Gummigeschossen und GSG 9 gegen die „Steinewerfer von Rostock“ die Schlagzeilen beherrschen.
Der Dokumentarfilm „neueWUT III – Das war der Gipfel!“ kann und will die Frage nach der Rolle staatlicher Undercover-Agenten bei den Protesten in Heiligendamm nicht beantworten. Auch nicht die vielen Fragen nach Verhalten und Rolle des sogenannten „schwarzen Blocks“. Aber er will die Bedeutung dieser Fragen aufzeigen. Vor allem will der Film eine Chronik der laufenden Ereignisse liefern, das Geschehen während „der Tage von Rostock und Heiligendamm“ nachzeichnen. Dazu gehören das Vorgehen der Sicherheitskräfte und der DemonstrantInnen ebenso wie die vielen Aktionen und Veranstaltungen, in denen die Auswirkungen von Globalisierung und weltweiter Privatisierung auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im Mittelpunkt stehen.
„neueWUT III – Das war der Gipfel!“ setzt die mit „neueWUT“ (2005) und „Kick it like Frankreich – Der Aufstand der Studenten“ (2006) begonnene Langzeitbeobachtung über soziale Proteste in Deutschland fort.

90 Min.

Der Aufstand der Würde - Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko

Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung "Ya Basta!" (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas - die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata benannten - bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Missachtung oder Gewalt übrig hatte.

Seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein.

Die Zapatistas besetzten Ländereien von Großgrundbesitzern und bauen dort eigene Strukturen auf. Lokale Machthaber und die Regierung reagieren darauf bis heute mit Repression und Sabotage.

Die Zapatistas riefen bereits 1996 zur Bildung einer "Internationalen der Hoffnung" auf, um gemeinsam mit anderen Bewegungen für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen. 2005 starteten sie mit der "Anderen Kampagne" ihre neueste Initiative, die eine neue Verfassung für Mexiko und die Stärkung des globalen Widerstandes gegen den Neoliberalismus durchsetzen soll. Ziel der Zapatistas ist eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung.

Das Filmteam besuchte mehrere zapatistische Gemeinden und sprach vor allem mit den Menschen der Basis. Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs- Landwirtschafts- und Kollektivprojekte, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung.

65 min

Primero de Mayo (La Ciudad-fábrica) / First of May (The City Factory)

Primero de mayo nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.

A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.

70 Min.

What Would It Mean To Win?

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Im Fokus des Films stehen die Blockaden des G8-Gipfels in Heiligendamm in Deutschland im Juni 2007. Der Film kombiniert dokumentarisches Bildmaterial mit Interviews und Animationssequenzen. Dabei werden drei zentrale Fragen der globalisierungskritschen Bewegung gestellt: Wer sind wir? Was ist unsere Macht? Was würde es bedeuten zu gewinnen?

Combining documentary material with interviews and animation sequences, this film focuses on the blockades at the Heiligendamm G8 Summit in June 2007 in Germany and poses the alter-globalization movement three key questions: Who are we? What power do we have? What would it mean to win?

Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Alexis Passadakis (Mitorganisator Klimacamp08, Koordinierungskreis Attac),
Tadzio Müller (Mitorganisator Klimacamp08, Turbulence)

40 Min.
Filmsprache:
deutsch