Filme 07
Almería: Eldorado de plastique
Der Film stellt die flächendeckende Gemüseproduktion für Großhändler in Almeria/Südspanien mit Hilfe illegalisierter und prekarisierter MigrantInnen-Arbeit dar.
Das gesamte Produktions- und Händlersystem wird ebenso dargestellt, wie die Hoffnungen und Erwartungen der MigrantInnen, die regelmäßig Opfer pogromartiger „Hatz“-Aktionen werden.
www.labournet.de/internationales/es/elejidowww.de.indymedia.org/2007/01/167253
Anschließend Diskussionzu Gast: Kampagne zur Unterstützung der LandarbeiterInnengewerkschaft SOC,
Dieter Behr (Europäisches Bürgerforum, angefragt)
Apaga y vamonos - Abschalten
Der Biobio ist einer der längste Flüsse Chiles. Er ist von großer ökologischer und historischer Bedeutung. Denn die Spanier waren nicht in der Lage das Volk der Mapuche-Pehuenche, die Ureinwohner, die südlich des Flusses lebten, zu unterwerfen.
Endesa ist der größte Stromkonzern Spaniens und setzte den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt am Oberlauf des Biobio durch. Die UNO spricht in diesem Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen. Die chilenische Universität ARCIS ordnete diese Projekt als
Genozid am Volk der Mapuche-Pehuenche ein. Der Film zeigt die ökologische, die soziale und die kulturelle Verheerung, die ein neoliberales Musterprojekt mit sich brachte.
Anschließend Diskussion
zu Gast: Carlos Contreras Painemal, Mapuche, Anthropologe, Doktorant an der FU
Arlit, la deuxième Paris
In den 70er Jahren erwarb sich die nigerianische Stadt Arlit den Beinamen „das zweite Paris“. Reiche Uranvorkommen machten sie zu einer Drehscheibe in der Region. Seit den Aufständen der Tuareg Anfang der 80er Jahre und dem Rückzug des französischen Förderkonzerns Cogema ist Arlit zu einer Geisterstadt und einer Anlaufstelle für MigrantInnen auf dem Weg nach Algerien geworden. Der Film beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen des Uranabbaus und stellt dabei eine Vielzahl von Menschen unterschiedlicher Herkunft vor.
Asalto al sueño - Angriff auf den Traum
Ase tena pa – The struggle for livelihood in mining communities
Der Film zeigt das Leben von Gemeinden in Ghana, die traditionell vom Landbau gelebt haben und denen durch Goldminen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Der Goldabbau reißt tiefe Krater in die Landschaft und stellt auch die Gemeinden nicht selten vor eine Zerreißprobe. Verkaufen oder kämpfen, bleiben oder gehen? Lokale AktivistInnen ermutigen die Bäuerinnen und Bauern, auf ihren Rechten zu bestehen. Unterdessen rühmt sich die Minenfirma ihres sozialen Bewusstseins und verspricht, die Abbaukrater eines Tages wieder aufzufüllen. Es entsteht ein mehrschichtiges Bild von den Interessenlagen und Verantwortlichkeiten.
Anschließend Diskussion
zu Gast: Vivian Schüler (Regisseur), VertreterIn von FIAN, Köln (angefragt)
Au clair de la lune
10 Monate bereiste Leona Goldstein die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Mali. Sie befragte MenschenrechtsaktivistInnen, Künstler und abgeschobene Flüchtlinge nach ihren Visionen zu „Utopia Europe“, Chancen und globalem Gleichgewicht. Der Film fokussiert auf die Verantwortung Europas in den afrikanischen „Krisen” und die Zukunft des Grundrechts auf Asyl.
www.zapanka.net
