Lateinamerika
Compañeras
Vier arbeitende Frauen in Argentinien: Magdalena bewirtschaftet einen kleinen Hof in der Provinz San Juan, Karina ist alleinerziehende Mutter und Aufseherin in der U-Bahn. Regina ernährt seit der Arbeitslosigkeit ihres Mannes ihre Familie mit Kartonsammeln und Nina war in den 70er Jahren im Widerstand in Argentinien und an der sandinistischen Revolution beteiligt. Sie erzählen uns über ihre Arbeit, ihre Kämpfe und ihr Leben.
globale Würzburg
Bereits zum dritten Mal heißt es Vorhang auf für die Globale: Eine Woche globalisierungskritisches Kino in Würzburg. Und es gibt wieder viel zu sehen. Die Filme der Globale07 zeigen verschiedenste Facetten des Globalisierungsprozesses: Ausbeutung, Unterdrückung, Entrechtung, aber auch Aufbruch, Widerstand und kreative Aktion. Die Globale07 will wieder unbequem sein und schonungslos die Probleme ansprechen, die im medialen Mainstream gerne ausgespart werden. Dabei zeigen wir auch hoffnungsvolle Ansätze, Bewegungen und Perspektiven. Denn eines ist sicher: Eine andere Welt ist möglich!
Alle Vorführungen im Corso Kino-Center.
Eintritt je Abend: 5,- EUR bzw. 4,- EUR ermäßigt.
Wochenkarte für alle Vorführungen: 12,- EUR
Gefördert durch den Kurt-Eisner-Verein, Kooperationspartner der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Casa De Las Culturas De Latinoamericana
als Gäste: Bärbel Schönafinger, Tobias Hering (Regisseure)
Die „Friedensgemeinde San José de Apartadó“ im Norden Kolumbiens steht für die Suche nach politischen Alternativen in einem Konflikt, der wenige Profiteure und viele Opfer hat. Nach Jahrzehnten des militärischen Konflikts und der Vertreibung sehen die Bauern in strikter Neutralität gegenu?ber allen bewaffneten Gruppen den einzigen Weg, ihr Land zu behalten.
La comunidad de paz San José de Apartadó en el norte de Colombia representa la búsqueda de alternativas políticas en un conflicto que tiene pocos beneficiarios y muchas víctimas. Después de decadas de conflicto y de destierro los campesinos ven cómo el único modo de quedar con sus tierras la neutralidad frente a todos grupos armados.
Casa De Las Culturas De Latinoamericana
als Gast: Dirk Lienig (Regisseur)
Sie nennen sich "Ghettos Clan", "Topomental" oder "Operando", sind zwischen 19 und 29 Jahre alt. Ihre Leidenschaft ist Rapmusik. Ihre Heimat sind Bogotá und Cali, die größten Städte Kolumbiens. Dirk Lienig begleitet junge Musiker, die in ihrem Sprechgesang von ihrem Alltag erzählen: vom Bürgerkrieg, Gewalt auf den Straßen, korrupten Politikern, den Ursachen des Konflikts, den Drogen, von Freunden, die nie wieder auftauchen und vom Willen, trotz allem etwas zu verändern.
Einige Szenen wurden von den Protagonisten selbst gestaltet. Einen Tag lang gab Lienig die Kameras aus der Hand, zog sich zurück und überließ die Beobachtung den Musikern.
globale Kiel
Mit Filmen von dem globale07-filmfestival aus Berlin werden wir uns im Kommunalen Kino in Kiel den Themen Ernährung, Umwelt, prekäre Arbeitsbedingungen, Sozialabbau, Konzernherrschaft, Migration und Privatisierung widmen. Aber auch Alternativen und Bewegung, Engagement und Widerstand, Hoffnung und Utopie werden dargestellt. Im Rahmen internationaler Organisationen wie WTO, IWF, G8 und Weltbank treiben die industrialisierten Länder ihre Freihandelsdoktrin immer weiter voran mit sehr unterschiedlichen Folgen für verschiedene Regionen der Welt. Weltweit stehen Menschen Privatisierungen, Biopiraterie, Raubbau an der Natur und Zerstörung von Lebensräumen sowie Sozialabbau, fehlendem Zugang zu Bildung, mangelnder Gesundheitsversorgung und Entdemokratisierung gegenüber.
Apaga y vamonos - Abschalten
Der Biobio ist einer der längste Flüsse Chiles. Er ist von großer ökologischer und historischer Bedeutung. Denn die Spanier waren nicht in der Lage das Volk der Mapuche-Pehuenche, die Ureinwohner, die südlich des Flusses lebten, zu unterwerfen.
Endesa ist der größte Stromkonzern Spaniens und setzte den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt am Oberlauf des Biobio durch. Die UNO spricht in diesem Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen. Die chilenische Universität ARCIS ordnete diese Projekt als
Genozid am Volk der Mapuche-Pehuenche ein. Der Film zeigt die ökologische, die soziale und die kulturelle Verheerung, die ein neoliberales Musterprojekt mit sich brachte.
Anschließend Diskussion
zu Gast: Carlos Contreras Painemal, Mapuche, Anthropologe, Doktorant an der FU
Beatbox Colombia
Sie nennen sich Topo, Chettos Clan oder Operando. Sie sind zwischen 19 und 28 Jahre alt. Sie leben an einem der gefährlichsten Plätze Lateinamerikas, den Ghettos der großen Städte von Kolumbien, Bogota und Cali. Ihre Leidenschaft ist Musik, Rapmusik. In ihren Liedern singen sie vom Bürgerkrieg, der Gewalt auf den Strassen, von korrupten Politikern, von den Ursachen des Konfliktes, den Drogen, von Freunden, die nie wieder auftauchten und von dem Willen, etwas zu verändern. Ihre Musik ist wie ein Schrei.
Der einzige Weg
Die „Friedensgemeinde San José de Apartadó“ im Norden Kolumbiens steht für die Suche nach politischen Alternativen in einem Konflikt, der wenige Profiteure und viele Opfer hat. Nach Jahrzehnten des militärischen Konflikts und der Vertreibung sehen die Bauern in strikter Neutralität gegenüber allen bewaffneten Gruppen den einzigen Weg, ihr Land zu behalten. Trotz permanenter Aggressionen der Paramilitärs und der Armee halten die Menschen seit 10 Jahren an ihrem Projekt fest, das sie kurz „el proceso“ nennen. Der Film fragt nach den Motiven und verortet das Projekt im historischen und zeitpolitischen Kontext Kolumbiens.
www.kanalb.org
www.cdpsanjose.org
Un poquito de tanta verdad - Ein kleines bisschen (von soviel) Wahrheit
Als die LehrerInnen im mexikanischen Oaxaca für bessere Löhne und sozialen Bedingungen in den Streik treten, solidarisieren sich weite Teile der Bevölkerung. Es kommt im Sommer 2006 zu einem beispiellosen Aufstand gegen den verhassten Gouverneur, der massive Repressionen gegen die Bevölkerung nach sich zieht. Eine Schlüsselrolle spielen die TV- und Radiosender der Bewegung, die zum wichtigen Kommunikationsmittel werden. Diese beeindruckende Dokumentation verbindet geschickt das Videomaterial engagierter FilmemacherInnen und die vielseitigen Interviews mit den ProtagonistInnen.
An impressing documentary about the rebellion of the Oaxacan people for a better living and the role of idependend media within their movement.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Jaqueline Sáenz, Rechtsanwältin vom Centrum ProDH (für Menschenrechte)
Stefan Zimmer Carea e.V.
