Arbeit
Compañeras
Vier arbeitende Frauen in Argentinien: Magdalena bewirtschaftet einen kleinen Hof in der Provinz San Juan, Karina ist alleinerziehende Mutter und Aufseherin in der U-Bahn. Regina ernährt seit der Arbeitslosigkeit ihres Mannes ihre Familie mit Kartonsammeln und Nina war in den 70er Jahren im Widerstand in Argentinien und an der sandinistischen Revolution beteiligt. Sie erzählen uns über ihre Arbeit, ihre Kämpfe und ihr Leben.
Die Blockade des Müllheizkraftwerks Münster
Eindringliches Filmprotokoll vom bisher längsten und heftigsten Streik im öffentlichen Dienst in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Dem massiven Streikbrechereinsatz bei der Stuttgarter Müllabfuhr antworten die Streikenden mit der Blockade des Müllheizkraftwerks Münster.
Argentina

In den globalisierten Gewässern der Reichtumsproduktion schwimmt Argentina von Azul Blaseotto gegen die Strömung. Der Alltag auf der seit 2002 einzig selbstverwalteten Werft des Landes im Hafengebiet von Buenos Aires wird aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive erlebt. Ohne politische Idealisierung wird die menschliche Konstellation der Arbeit in einer besetzten Fabrik gezeigt. Der Film zeichnet dabei ein Bild von prekärer Arbeit als Metapher für ein prekäres Leben jenseits privater oder staatlicher Wirtschaftsorganisation – und auch den Stolz und Spaß dabei.
Einführung: Archi Kuhnke. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin
labor[B], Argentina
Argentina (Werftkooperative)
Regie: Azul Blaseotto, Argentinien/Deutschland 2008, Doku, 20 min, Spanisch, OmeU
In den globalisierten Gewässern der Reichtumsproduktion schwimmt Argentina von Azul Blaseotto gegen die Strömung. Der Alltag auf der seit 2002 einzig selbstverwalteten Werft des Landes im Hafengebiet von Buenos Aires wird aus einer ungewöhnlich nahen Perspektive erlebt. Ohne politische Idealisierung wird die menschliche Konstellation der Arbeit in einer besetzten Fabrik gezeigt. Der Film zeichnet dabei ein Bild von prekärer Arbeit als Metapher für ein prekäres Leben jenseits privater oder staatlicher Wirtschaftsorganisation – und auch den Stolz und Spaß dabei.
Einführung: Archi Kuhnke. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Azul Blaseotto
Montag, 20.10.2008 um 21:00 Uhr bei b_ books, Lübbenerstr. 16, Kreuzberg
HartzIV und Arbeitsregime
Sonntag, 19.10.2008, 16.15 Uhr: Diskussion und Kampagneninfo zu HartzIV, Arbeitsregime und den jüngsten Streiks im Berliner Einzelhandel
Drei kurze Videodokus führen ins Thema: Prekär, ob man arbeitet oder nicht ist Teil einer Kompilation zu Prekarisierung. Zwei Frauen, Annette und Marie, erzählen von ihrem unterschiedlichen Umgang mit dem Druck, arbeiten zu müssen. Außerdem zwei Kurzdokus von kanalB über die Streiks im Berliner Einzelhandel im Sommer und die Schikanen gegen die streikenden KollegInnen.
Als Gäste dürfen wir begrüßen: „Solidarität mit Emmely“, ein Komitee zur Unterstützung einer Kaiser‘s-Kassiererin, der nach 31 Jahren fristlos gekündigt wurde, nachdem sie sich am ver.di Streik im Sommer beteiligt hatte. Außerdem Vertreter der „Berliner Kampagne gegen Hartz IV“, in der unmittelbar Betroffene Aufklärungsarbeit über das Zwangs- und Disziplinarregime „Hartz IV“ leisten sowie Mitglieder des Berliner Videokollektivs „ak kraak“, das seit Jahren aktivistische Videos und Dokumentationen produziert, immer gegen die notorischen Übel der herrschenden Zustände.
Corazón de Fábrica
Die seit 2001 besetzte Kachelfabrik in Patagonien ist im Oktober von Räumung bedroht, weil offizielle Nutzungsverträge auslaufen. Als Zanon 2001 die Löhne nicht mehr auszahlte, begannen 260 ArbeiterInnen sich zu organisieren und ohne Chefs zu produzieren. Begleitet wird der lange Kampf der Kooperative gemeinsam mit Mapuche-Gemeinden, Gewerkschaften und anderen Akteuren: Arbeitsalltag, Vollversammlungen genauso wie Konzerte in der Fabrik. Mit Aktiven aus dem Zanon-
Solidaritäts-Netzwerk.
A close-up documentation on the struggle of the Argentinean Zanon-cooperative, which produces and organizes in self-organization, and will be threatened by eviction this October.
Leben und Aufbegehren im Postfordismus
PRIMERO DE MAYO nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.
A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.
