Heiko Thiele

Der Kleiderhaken


Der Kleiderhaken gibt Einblick in die harten Arbeits- und Lebensbedingungen von ArbeiterInnen aus Honduras in Mittelamerika. Sie produzieren vor allem Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt.
Doch während Auftraggeber wie Puma, Adidas, C&A oder H&M Millionengewinne erzielen, bleibt für die ArbeiterInnen in den Ländern nur ein geringer Bruchteil. „Der Kleiderhaken“ informiert ausführlich und erklärt gut verständlich
die Umstände vor Ort, stellt dabei aber auch Zusammenhänge zu hiesigen Strukturen her.

www.zwischenzeit-muenster.de
www.cleanclothes.org

70 min
Filmsprache:
deutsch
Untertitel:
keine

Rio Negro – Das schmierige Geschäft der WestLB in Ecuador

Ecuador zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Dennoch ist es ein Land, das unseren "Wohlstand" sichert. Unablässig fördern die Pumpen Öl, um die gewaltigen Auslandsschulden zu senken. Die Produktionsbedingungen haben die Landschaften gezeichnet und das Zusammenleben vieler indigener Einwohner verändert. Die Böden und Gewässer der Regenwaldgebiete sind verseucht,die Menschen an Krebs erkrankt. Jetzt wird eine zweite Pipeline durch das Land gebaut. Korruption, Bestechung und illegale Enteignungen prägen das Großprojekt von ecuadorianischer Regierung und transnationalen Ölkonzernen. Finanziert wird der Raubbau durch den 900 Mio. $ Kredit der Westdeutschen Landesbank. Trotz massiver Kritik aus dem In- und Ausland hält die größte deutsche Kreditanstalt bedingungslos an der Gewinnquelle fest.

50 min
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
deutsch

Der Aufstand der Würde - Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko

Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung "Ya Basta!" (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas - die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata benannten - bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Missachtung oder Gewalt übrig hatte.

Seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein.

Die Zapatistas besetzten Ländereien von Großgrundbesitzern und bauen dort eigene Strukturen auf. Lokale Machthaber und die Regierung reagieren darauf bis heute mit Repression und Sabotage.

Die Zapatistas riefen bereits 1996 zur Bildung einer "Internationalen der Hoffnung" auf, um gemeinsam mit anderen Bewegungen für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen. 2005 starteten sie mit der "Anderen Kampagne" ihre neueste Initiative, die eine neue Verfassung für Mexiko und die Stärkung des globalen Widerstandes gegen den Neoliberalismus durchsetzen soll. Ziel der Zapatistas ist eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung.

Das Filmteam besuchte mehrere zapatistische Gemeinden und sprach vor allem mit den Menschen der Basis. Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs- Landwirtschafts- und Kollektivprojekte, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung.

65 min