Schweiz
Crossroads at the edge of worlds
Charles Heller folgt einer stark frequentierten Migrationsroute von sub-saharischen Fluüchtlingen nach Marokko. Hier wird der reale Kampf ausgetragen, den Europa durch die Militarisierung seiner Grenzen nach Nordafrika verlagert. Polizeigewalt, Tod durch Verdursten in der Wüste, informelle Camps, die regelmäßig geplündert und zu Rekrutierungslagern für Niedriglohnbeschäftigte werden.Voices in Transit
Eindrückliches Portrait über vier von der Abschiebung bedrohte Menschen in der Schweiz. In Interviews drücken die Protagonisten ihre Gefühle über ihre schwierige Lebenssituation aus, reflektieren aber auch auf sehr differenzierte Art und Weise über Herkunft, Flucht, Alltagsleben und Integration.
Impressive portrait of four immigrants living in Switzerland: Timothy, Monique, Baddy and Osman report on their daily fear of deportation.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast / guests:
Hanna Salzer (Filmemacherin), Ingrid Macziey und weitere Mitglieder der Gruppe Formatwechsel,
Barbara Wessel (Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht)
Sahara Chronicle | 2006-2007
Fünf ausgewählte Kapitel eines Video Projektes über Migrationsstrukturen von Westafrika nach Europa über den Maghreb. In einer non-linearen Erzählweise zeigt das Projekt nicht nur die Bedingungen des Transports, sondern auch die Infrastruktur der Sicherheitskontrollen, und die Auffanglager entlang der Strecke. Interviews implizieren Hintergründe für die Entstehung und Entwicklung dieser Strukturen.
Five selected chapters of a video project on migration structures from West Africa to Europe via the Maghreb. In a non-linear narrative style the project shows not only the conditions of transport but also the infrastructure of security control, and the retention camps along the way. Interviews imply Backgrounds of the emergence and development of these structures.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Charles Heller (Filmemacher)
Home Sweet Home
In seinem visuell und inhaltlich dichten Dokumentarfilm bringt uns Charles Heller die Geschichte der schweizer Ausländerpolitik näher. Anhand einer Collage aus historischem Material, Experteninterviews sowie Betroffenenaussagen zeigt er ein schweizer Migrationsregime, das stets der Logik der Ausbeutung von Arbeitskraft galt und damit in internationale Zusammenhänge von „Kolonialisierung“ bis „Festung Europa“ fest integriert war und ist.
Charles Heller provides a well-founded documentary on the historic aspects of swiss migration politics with a focus on labour and a critical view on present tendencies.
Anschließend Diskussion
zu Gast / guest: Charles Heller (Filmemacher)
Nem-Nee
NEM-NEE steht für „Non-entrée en matière – Nichteintretensentscheid“, eine im Ausländerrecht der Schweiz jüngst geschaffene Grauzone, in die ein Großteil der Asylsuchenden abgeschoben wird. Hinter dem Rechtskonstrukt steht die Einsicht, dass Duldung durch Ignoranz billiger ist als Deportation. Charles Heller geht der politischen Vorgeschichte nach, lässt aber vor allem die Betroffenen zu Wort kommen und folgt ihnen an die Orte, wo sie trotz allem zu überleben versuchen.
