OmeU
La raison du plus fort - Das Recht des Stärkeren
Anstatt die Armut zu bekämpfen, wird den Armen der Kampf angesagt. Dem amerikanischen Beispiel folgend, entsteht auch in europäischen Städten mehr und mehr eine Trennung in reiche Viertel und arme Vorstädte. Was der Film an Beispielen aus Frankreich und Belgien zeigt, scheint weit entfernt zu sein von einem demokratischen Europa, in dem Chancengleichheit für alle herrscht.Die Arbeit der Gewerkschaften und des Frauenzentrums Katunayake
In Sri Lanka wurde in den 70er Jahren das Kotmale Wasserkraftwerk gebaut, finanziert mit schwedischen "Entwicklungsgeldern". In der Folge entstanden Freihandelszonen. Jesper Nordahl hat Hintergründe und Auswirkungen dieser "Hilfe" dokumentiert, in enger Kooperation mit dem Women's Center Sri Lanka und dem ExChains-Projekt, an dem deutsche GewerkschaftaktivistInnen (TIE, Ver.di, H&M) beteiligt sind. Padmini Weerasooriya und Ayomi Miriyagalla vom Women's Center zeigen weiteres Material.
www.tieasia.org
www.oneworld.at
www.exchains.verdi.de
www.jesper.x-i.net
Die Unerwünschten
Rottenburg ist eine schwäbische Kleinstadt. Zum Wahnsinn der Provinz gehört dort auch ein Abschiebegefängnis. Gesichert durch zwei Mauern und Stacheldraht. Hier sind keine kriminellen Gewaltverbrecher inhaftiert, sondern 45 Männer, von denen die meisten noch nie eine Straftat begangen haben. Es sind größtenteils illegal Eingereiste und abgelehnte Asylbewerber. Der Film begleitet sechs Gefangene, lässt sie mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten zu Wort kommen. Das Ergebnis ist eine dichte Beschreibung der menschlichen Tragödien und ein erschreckender Einblick in das zynische System der Abschiebebürokratie.
Precarious Lives
Precarious Lives fragt nach der Tauglichkeit des Begriffs Prekarisierung im rumänischen Kontext. Zehn Frauen sprechen über ihre sehr unterschiedlichen „Erwerbsbiografien“ und treten dabei heraus aus dem Schatten eines Massenphänomens.
In Precarious Lives ten women’s narratives come together to question the use of such handy terms as “precarity”.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Joanne Richardson und Protagonistinnen (angefragt)
Die Taxi-Schwestern von Xian - Women at the Wheel
Frau Wang, Frau Duan und Frau Yu sind Taxifahrerinnen, „Taxischwestern“ genannt. Sie fahren zehn Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in Xian und zählen zu den „Glücklichen“, weil sie mit ihren Ersparnissen den Taxischein gemacht und im Zuge der Privatisierungen den Sprung zu eigenem Einkommen geschaff t haben. Doch die Taxibranche ist keine leichte Kost. Es sind nicht nur die Strapazen der Arbeit, der Druck hoher Schulden und der bescheidene Verdienst, sondern auch der Umgang mit
korrupten Offiziellen und Betrügern, der sie jeden Tag an ihre Grenzen bringt. Während wir mit den drei Frauen durch die Millionenstadt Xian fahren erfahren wir von ihrem Dasein, ihrem Leid, ihrer Freude, und ihren Sehnsüchten.
Driving around with three “taxi sisters” in Xian we get an insight into the daily hassles of their lives as well as into the processes of privatization in China and how they affect female labor.
Primero de Mayo (La Ciudad-fábrica) / First of May (The City Factory)
Primero de mayo nimmt die radikalen Umbrüche von Lebens- und Arbeitsstrukturen in westlichen Gesellschaften und die gleichzeitige Wandlung politischer Protestformen ins Blickfeld. In essayistischer Manier montiert der spanische Künstler Marcelo Expósito Interviews, historische Filmaufnahmen, Musik und Videoaufzeichnungen, um die komplexen Transformationen der letzten Jahrzehnte aufzuspüren und die zunehmende Diffusion prekärer Produktionsverhältnisse in den städtischen Alltagsraum zu verdeutlichen.
A complex video essay about the western diffusion of precarious working structures into everyday life and the city space, as well as about the coherent transformation of forms of political protest.
Katunayake Free Trade Zone
Video-Installation - bestehend aus 4 Videos von Jesper Nordahl, mit zusätzlichem Material vom Kotmale Women’s Center.
www.jesper.x-i.net
www.tieasia.org
Laborfest Türkei (III) - Zwangsumsiedlung
In der jüngsten Vergangenheit ist die Landbevölkerung in der Türkei zur Minderheit geworden. Die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge und die Zwangsumsiedlung der zunehmend verarmten Landbevölkerung durch politischen und ökonomischen Druck führt zur Bildung von Slums, prekären Arbeitsbedingungen, aber auch zur Bildung einer Opposition, die gegen neoliberale Politik und für angemessene Wohnpolitik kämpft.
The Valley of Resistance, Türkei 2006, 26 min, OmeU (möglw. dt UT)
Regie: Dinçer Aslan, Tuğçe Çetin (People's Houses Film Collective)
Dikmen Valley nennt sich das Elendsviertel, das an ein expandierendes Villenviertel in Ankara grenzt. Den armen Bevölkerungsschichten droht die Zwangsumsiedlung, der sie sich aber aktiv entgegen stellen. Der Film entstand unter Mitarbeit einer Bewohnerin und ihres Sohns.
The Street – Sulukule, Türkei 2007, Doku, 35 min. OmeU
Regie: Alternative Media Production
Was passiert, wenn Roma umgesiedelt und als 2. Klasse-BürgerInnen behandelt werden, zeigt dieser Dokumentarfilm mit bunten Bildern und authentischer Musik.
Laborfest Türkei (II) - Labor/Arbeit
Die jüngste Welle ökonomischer Globalisierung schafft in vielen Ländern wie der Türkei neue Gruppen Lohnabhängiger, neue Problemlagen und neue Formen des Kampfes; v.a. für Frauen, migrantische ArbeiterInnen, indigene Gruppen... fokussiert werden die neuen Frontverläufe der Klassenauseinandersetzungen in der Türkei.
The Builders, Türkei, 1999, 23 min., OmeU
Regie: Özkan Küçük, Savaş Boyraz, Hülya Yavuz, Turan Cihanbeyli (Mezopotamya Cultural Center Group)
Auswärtige Bauarbeiter vieler Nationalitäten schaffen jenseits des Stadtzentrums moderne Gebäude, in denen sie selber nie werden wohnen können.
Gündelikçi/Housekeeper, Türkei, 2005, 52 min, OmeU
Regie: Emel Çelebi
Der Film portätiert in Nahaufnahmen 12 Hausarbeiterinnen der Millionstadt Istanbul, wo sie ihr Leben und ihre Gesundheit für die Sauberkeit anderer verkaufen, 7 Tage die Woche ohne soziale Absicherung.
Bisikletim (My Bicycle), Türkei, 2006, OmU
Regie: Tolga Sert, Esra Var, Seda Özdemir, Ercan Cof, wahrscheinl.
Das Leben von Saisonarbeitern in der Landwirtschaft aus den Augen eines 13-Jährigen und seiner Wünsche.
Tumba, Türkei, 2006, 15 min, OmeU
Regie: İlkay Kopan
Das Leben von Minenarbeitern in der Region Zonguldak und der "Stadt der Minenarbeiter".
Laborfest Türkei (I) - Kulturelles Erbe
Die Türkei ist Nachkomme eines multi-nationalen und multi-kulturellen Reiches. Das moderne Zeitalter erlebte die Politik von „ein Staat und eine Nation“. Der Versuch, diese „eine Nation“ zu kreieren, führte bis heute zu zahlreichen sozialen Konflikten. Die Dokumentarfilme zeigen die Brüder- und Schwesternschaft der Menschen im Gegensatz zum Trauma dieses „Nationalstaates“.
My Cretan Lemon Tree
Regie: Tahsin Isbilen, Türkei/Griechenland 2007, Doku, 56 Min, OmeU
„Where I ought to plant you
Where I ought to...
I should plant you to my heart...“
Ein Sehnsuchtslied von Menschen, die von Kreta in die Türkei und nach langem Sehnen zurück gesiedelt sind. Der Film behandelt die kulturellen Wurzeln dieser Odyssee seit den 20er Jahren.
Üç Karde sin Öyküsü (The story of three siblings)
Regie: Tahsin Isbilen, Türkei 1999, Doku, 26 Min, OmeU
Der Film erzählt die Beziehungsgeschichte zwischen einheimischen Muslimen, Juden und Christen im Verhältnis zu ihrer Heimatstadt Izmir (Smyrna)/Türkei.
