2007
Bosch-Siemens Hausgerätewerk
Der Film entstand als permanente Begleitung und in großer Nähe dieses aus der Berliner Belegschaft heraus selbst-organisierten Streiks gegen die Werksschließung. Verfolgt wird ein erfolgreicher Streik, an dessen Ende eine gemischte Bilanz steht: aus der Belegschaft heraus entfacht, gerade in Fahrt gekommen, steht am Ende ein in der Belegschaft ungeliebter Abschluss, ausgehandelt von Gewerkschaftsvertretern am werksfernen Verhandlungstisch, und ein Streikabbruch gegen den Willen von zwei-dritteln der kämpfenden KollegInnen. Der Film, der gerade fertig produziert wird, wird in einer Vorversion gezeigt.
www.labournet.de/branchen/sonstige/bsh/bsh2006
Anschließend Diskussionzu Gast: Holger Wegemann (Regisseur), Husseyin Aykurt (BSHG Betriebsrat) (angefragt) und Vertreter aus der Berliner Gewerkschaftslinken
Bauern!
Bahn unterm Hammer
Der Film zeigt die zwei Gesichter der Bahn: Glitzernde Bahnhofswelten mit Erste-Klasse-Service einerseits, verfallene Gleisanlagen, verlassene Bahnhöfe, überfüllte Züge und neuwertige Waggons vor der Schrottpresse andererseits. Das Filmteam Leslie Franke und Herdolor Lorenz stellt dar, wie die Bahn bereits seit Jahren auf Privatisierungskurs gesteuert wird und welche fatalen Folgen dies für die KundInnen hat. Zuletzt war ihr Film "Wasser unterm Hammer" auf der globale06 zu sehen.
www.bahn-fuer-alle.de
www.bahn-unterm-hammer.de
anschließend Diskussion mit dem Filmteam und Gästen, u.a. von "Bahn für alle"
Intervention mit "Bahn unterm Hammer" vor der Zentrale der Deutschen Bahn, Potsdamer Platz 2, am Samstag, 12.05.2007, 19-21 Uhr
Die Billigheimer
Der Film gibt einen erschütternden Einblick in eine befremdliche Welt mitten im scheinbar vertrauten Alltag unserer Konsumgesellschaft und zeigt in Ausführlichkeit und Tiefe die Schattenseiten des märchenhaften Erfolgs der Discount-Ketten Aldi, Lidl, Schlecker & Co.: die Bedingungen, unter denen viele Beschäftigte dort arbeiten müssen.
Der große Ausverkauf
Seit den 80er Jahren erpressen Weltbank und IWF mit dem Mittel der Schuldenzange weltweit die Privatisierung öffentlicher Güter. Auf den Philippinen kämpft eine Mutter in den Ruinen eines ehemals vorbildlichen öffentlichen Gesundheitssystems um das Leben ihres nierenkranken Sohnes. In Soweto (Südafrika) sollen die ohnehin fast Mittellosen plötzlich ein Drittel ihres Lebensunterhaltes für Strom und Wasser ausgeben. Dagegen regt sich wirksamer Widerstand. Genau wie in Cochabamba (Bolivien), wo die Bevölkerung den „Wasserkrieg“ gegen den US-Investor schließlich gewann. Wo dies nicht gelingt, bedeutet Privatisierung für Millionen Menschen den Anfang eines schrecklichen Endes. Nach diesem Film wird man wissen, dass Privatisierung Raub ist und dass Kapitalismus tötet.
Die Grenzen des Erlaubten
Gentechnik: Chance oder Risiko? McPomm dient als Modellregion um in Deutschland Antworten zu finden. Eine kritische Doku.
David gegen Goliath
In Felton, einer kalifornischen Kleinstadt mit 6.500 Einwohnern hat sich eine äußerst streitbare Bürgerinitiative gegen die Wasserprivatisierung gebildet – FLOW, Freunde der Kommunalen Wasserversorgung. Willkürliche Preiserhöhungen bei schlechten Service, fehlende Investitionen in die marode Infrastruktur lassen sich diese Bürger nicht gefallen. Schon seit vier Jahren plant FLOW den Rückkauf. Doch der RWE Konzern lässt buchstäblich nicht mit sich reden. Im Gegenteil. Er setzt seine ganze Medien- und Finanzkraft ein, finanziert Oppositionsgruppen und droht Politikern – alles um den Widerstand in dieser kleinen Gemeinde zu brechen. Hat David eine Chance gegen Goliath ?
Vielleicht bin ich morgen auch schon weg?
Ein Kurzfilm von und über Jugendliche, die in Berlin unter dem Status der Duldung leben.
Short film project by and about youths living in Berlin with an uncertain residence status.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Hanna Salzer (Filmemacherin), Ingrid Macziey und weitere Mitglieder der Gruppe Formatwechsel,
Barbara Wessel (Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht)
Un poquito de tanta verdad - Ein kleines bisschen (von soviel) Wahrheit
Als die LehrerInnen im mexikanischen Oaxaca für bessere Löhne und sozialen Bedingungen in den Streik treten, solidarisieren sich weite Teile der Bevölkerung. Es kommt im Sommer 2006 zu einem beispiellosen Aufstand gegen den verhassten Gouverneur, der massive Repressionen gegen die Bevölkerung nach sich zieht. Eine Schlüsselrolle spielen die TV- und Radiosender der Bewegung, die zum wichtigen Kommunikationsmittel werden. Diese beeindruckende Dokumentation verbindet geschickt das Videomaterial engagierter FilmemacherInnen und die vielseitigen Interviews mit den ProtagonistInnen.
An impressing documentary about the rebellion of the Oaxacan people for a better living and the role of idependend media within their movement.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast: Jaqueline Sáenz, Rechtsanwältin vom Centrum ProDH (für Menschenrechte)
Stefan Zimmer Carea e.V.
The Nuclear Comeback
Der Film begibt sich auf Spurensuche zu bekannten Atomkraftanlagen weltweit. Dabei werden energiepolitische Aussagen der Atomlobby kontrastiert mit der Dokumentation des kostspieligen Rückbaus (Calder Hall, GB), der vermeintlich sicheren Endlagerung (Baltische See) sowie einer andauernden Verseuchung (Tschernobyl).
The Nuclear Comeback takes us on a journey to famous nuclear power plants around the world. Meanwhile the statements of the atomic energy lobby are played out against the realities of dismantling Calder Hall (GB) or disposing of radioactive waste in the Baltic Sea.
Anschließend Diskussion / discussion
zu Gast / guest: Regine Richter (Urgewald), Martin Pruschke (Anti-Atom Gruppe der TU Berlin)
