2005

Compañeras


Vier arbeitende Frauen in Argentinien: Magdalena bewirtschaftet einen kleinen Hof in der Provinz San Juan, Karina ist alleinerziehende Mutter und Aufseherin in der U-Bahn. Regina ernährt seit der Arbeitslosigkeit ihres Mannes ihre Familie mit Kartonsammeln und Nina war in den 70er Jahren im Widerstand in Argentinien und an der sandinistischen Revolution beteiligt. Sie erzählen uns über ihre Arbeit, ihre Kämpfe und ihr Leben.

www.alavio.org

46 min
Filmsprache:
spanisch
Untertitel:
englisch

Arlit, la deuxième Paris


In den 70er Jahren erwarb sich die nigerianische Stadt Arlit den Beinamen „das zweite Paris“. Reiche Uranvorkommen machten sie zu einer Drehscheibe in der Region. Seit den Aufständen der Tuareg Anfang der 80er Jahre und dem Rückzug des französischen Förderkonzerns Cogema ist Arlit zu einer Geisterstadt und einer Anlaufstelle für MigrantInnen auf dem Weg nach Algerien geworden. Der Film beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen des Uranabbaus und stellt dabei eine Vielzahl von Menschen unterschiedlicher Herkunft vor.

78 min
Filmsprache:
französisch
Untertitel:
englisch

Apaga y vamonos - Abschalten


Der Biobio ist einer der längste Flüsse Chiles. Er ist von großer ökologischer und historischer Bedeutung. Denn die Spanier waren nicht in der Lage das Volk der Mapuche-Pehuenche, die Ureinwohner, die südlich des Flusses lebten, zu unterwerfen.
Endesa ist der größte Stromkonzern Spaniens und setzte den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt am Oberlauf des Biobio durch. Die UNO spricht in diesem Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen. Die chilenische Universität ARCIS ordnete diese Projekt als
Genozid am Volk der Mapuche-Pehuenche ein. Der Film zeigt die ökologische, die soziale und die kulturelle Verheerung, die ein neoliberales Musterprojekt mit sich brachte.

www.switchoffthemovie.com

Anschließend Diskussion
zu Gast: Carlos Contreras Painemal, Mapuche, Anthropologe, Doktorant an der FU

87 min
Filmsprache:
spanisch
Untertitel:
deutsch

Beatbox Colombia

Sie nennen sich Topo, Chettos Clan oder Operando. Sie sind zwischen 19 und 28 Jahre alt. Sie leben an einem der gefährlichsten Plätze Lateinamerikas, den Ghettos der großen Städte von Kolumbien, Bogota und Cali. Ihre Leidenschaft ist Musik, Rapmusik. In ihren Liedern singen sie vom Bürgerkrieg, der Gewalt auf den Strassen, von korrupten Politikern, von den Ursachen des Konfliktes, den Drogen, von Freunden, die nie wieder auftauchten und von dem Willen, etwas zu verändern. Ihre Musik ist wie ein Schrei.

60 min

Die Unerwünschten


Rottenburg ist eine schwäbische Kleinstadt. Zum Wahnsinn der Provinz gehört dort auch ein Abschiebegefängnis. Gesichert durch zwei Mauern und Stacheldraht. Hier sind keine kriminellen Gewaltverbrecher inhaftiert, sondern 45 Männer, von denen die meisten noch nie eine Straftat begangen haben. Es sind größtenteils illegal Eingereiste und abgelehnte Asylbewerber. Der Film begleitet sechs Gefangene, lässt sie mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten zu Wort kommen. Das Ergebnis ist eine dichte Beschreibung der menschlichen Tragödien und ein erschreckender Einblick in das zynische System der Abschiebebürokratie.

www.chipkartenini.squat.net

55 min

Jung und Moslem in Deutschland


Eine Dokumentationsreihe über junge MuslimInnen, ihren Glauben und ihr Leben. Die enzelnen Kurzfilme arbeiten jeweils ein spezifisches Thema auf, z.B. das Kopftuchtragen, den Umgang mit den Geboten des Islam, muslimische Musik in Deutschland, den Islam in den Medien. Im Mittelpunkt stehen Interviews mit jungen MuslimInnen verschiedener Glaubensrichtungen, verschiedener nationaler und kultureller Herkunft.
Der erste Teil der Reihe wurde letztes Jahr in Wien mit dem Erasmus-Euro-Medie-Siegel ausgezeichnet.

(empfolen ab 12 Jahren)


Filmsprache:
deutsch
Untertitel:
keine

Zwischen Asyl und Abschiebung

Fidan ist krank und allein gelassen, keiner hilft ihr. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Mohamed war noch ein Kind, als er nach Deutschland kam - er wurde wie ein Erwachsener behandelt. Bülent hatte sich Deutschland ganz anders vorgestellt - jetzt meint er, hier werden Träume und Hoffnungen zerstört.
Beispiele von vielen. Menschen ergreifen das Wort und erzählen von ihrem Alltag in deutschen Asyl-Unterkünften. "Wir werden hier mit unseren Problemen an einem abgelegenen Ort völlig allein gelassen." Sie schildern, wie ihr Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bei den deutschen Behörden immer wieder an Grenzen stößt - aber auch, wie sie versuchen, daran nicht zu zerbrechen oder sich dagegen auflehnen.

43 min
Filmsprache:
deutsch

The Corporation

THE CORPORATION stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich um menschliche Werte zu kümmern. Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution „Großkonzern“ anhand von haarsträubenden Fallstudien vor. Sie zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, wie sie Medien und Demokratie manipulieren. Unter den 40 Interviewten sind Konzernchefs und leitende Manager aus allen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung, verdecktes Marketing. - „Sachlich im Tonfall ... lässt der Film Insider zur Sprache kommen und enthüllt so den Wahnsinn des Systems in deren eigenen Worten?“ (Seattle Weekly). - THE CORPORATION Wurde mit 34 internationalen Preisen ausgezeichnet, 10 davon Publikumspreise, u.a. dem Publikumspreis für Dokumentarfilm beim Sundance Film Festival 2004.

120 min
Filmsprache:
englisch
Untertitel:
deutsch

Wasser unterm Hammer

In Deutschland ist Wasser in der Regel noch ein öffentliches, kommunal verwaltetes Gut. Doch seit deutsche Gemeinden in Schulden versinken und die EU auf Liberalisierung drängt, schreitet die Privatisierung des Wassers auch hierzulande voran. In vielen deutschen Städten steht ein Verkauf der Wasserwerke zur Debatte - als Sanierungsversuch für die leeren Haushaltskassen. Akteure der großen Wasser-Deals sind meist internationale Konzerne. Der Film dokumentiert Privatisierungskonzepte und -strategien sowie deren Probleme und Fragwürdigkeiten.

60 min
Filmsprache:
deutsch

The Debt of the Dictators

Es war kein Geheimnis, wie Dikator Ferdinand Marcos die Phillipinen über Jahrzehnte blutig unterdrückt und ausgeplündert hat. Gleichzeitig war er willkommener Kunde bei internationalen Banken. Ähnlich war es in Südafrika während der Apartheid, im Kongo unter Mobutu und in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur. Heute verhindern die angehäuften Schulden die Armut und Unterentwicklung in diesen Ländern zu überwinden. Im Gespräch mit Zeitzeugen, Aktivisten und prominenten Vordenkern wird deutlich: Die angehäuften Schulden sind illegitim.

Der Film wird von VertreterInnen der attac AG Finanzmärkte Berlin in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll-Stiftung vorgestellt.

Freitag, 17.10.2008 um 19:30 Uhr
im Seminarraum des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung,
Kottbusser Damm 72, 4. OG.

45 min
Untertitel:
deutsch