SelbstVerwaltung
Corazón de Fábrica
Die seit 2001 besetzte Kachelfabrik in Patagonien ist im Oktober von Räumung bedroht, weil offizielle Nutzungsverträge auslaufen. Als Zanon 2001 die Löhne nicht mehr auszahlte, begannen 260 ArbeiterInnen sich zu organisieren und ohne Chefs zu produzieren. Begleitet wird der lange Kampf der Kooperative gemeinsam mit Mapuche-Gemeinden, Gewerkschaften und anderen Akteuren: Arbeitsalltag, Vollversammlungen genauso wie Konzerte in der Fabrik. Mit Aktiven aus dem Zanon-
Solidaritäts-Netzwerk.
A close-up documentation on the struggle of the Argentinean Zanon-cooperative, which produces and organizes in self-organization, and will be threatened by eviction this October.
Zanon, eine Fabrik unter ArbeiterInnenkontrolle
Die Kachelfabrik Zanon liegt in der Provinz Neuquén in Patagonien-Argentinien. 1980 während der Militärdiktatur erbaut, subventioniert durch staatliche Gelder. Der Besitzer Luis Zanon, gehört einer multinationalen Wirtschaftsgruppe an und agierte u.a. als Strohmann bei der Privatisierung der argentinischen Luftlinie. Er gehörte zu den Geschäftsleuten, die Präsidenten Menem nach der Diktatur durch Subventionen in Millionenhöhe begünstigte und Zanon gehörte im Jahr 2000 zu den ersten 100 Betrieben, die größere Gewinne machten. Trotzdem beginnt der Fabrikbesitzer 2000 mit einer »Krisenprävention«, und entlässt 120 Arbeiter. Währenddessen erhielt Zanon Kredite in Mio.höhe von Weltbank, Staatskassen, der Provinz, u.a.. Die ArbeiterInnen wollten die Situation nicht mehr ertragen und nahmen die gewerkschaftliche Organisierung wieder auf, begannen sich mit ArbeiterInnen anderer Sektoren zu vernetzen, die gleiche oder ähnliche
Probleme hatten.
Am 1.10. 2001, nachdem Zanon die Löhne einbehielt und verschiedene Dienstleistungen kürzte, begannen Vollversammlungen und Maßnahmen gegen die Ausräumung der Fabrik. Zanon entlässt daraufhin 380 Arbeiter. Am 2.3.2002 beginnt die Fabrik schließlich unter ArbeiterInnenkontrolle zu produzieren, anfangs
mit 260 ArbeiterInnen. Die Mapuche-Gemeinden des Landes bieten Lehmbruch für die Produktion an. Dies war der Beginn eines lange Kampfes gemeinsam mit Mapuche-Gemeinden, Instituten verschiedener Universitäten, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Arbeitslosengruppen, Künstlern usw., die dafür
Sorgen, dass die Fabrik nicht geräumt wird. Ein Kampf der bis heute andauert.
Nach vielen juristischen Auseinandersetzungen, fordern die ArbeiterInnen der FASINPAT von der Regierung ein Enteignungsgesetz und die Verstaatlichung unter Leitung der ArbeiterInnen, um die anhaltende Bedrohung durch Justiz und Armee abzuwenden.
....mehr infos:
>> http://www.cdfdoc.com.ar (Filmwebsite)
>> http://www.labournet.de/internationales/ar/zanon-index.html (infos)
....organisiert/unterstützt von:
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globale08 http://globale-filmfestival.org
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