Zitty: globale 07 (10/2007)
globale 07
Das Filmfestival beleuchtet zum vierten Mal die Folgen der Globalisierung
Der Körper ist von Pusteln übersät. Schwindel und Nasenbluten gehören zum Alltag. Trotzdem gehen die Arbeiterinnen der „Maquiladoras", der grenznahen Exportindustrie in Mexiko sechs Tage die Woche arbeiten, für nur 68 Dollar wöchentlich. Bis ihre Fabrik irgendwann geschlossen und nach Indonesien verlagert wird - weil es dort noch billigere Arbeitskräfte gibt. Der Film „Maquilapolis. City of Factories" ist ein Beispiel für die lokalen Auswirkungen globaler Firmenrpolitik, die auf der „globale 07" zu sehen sind. Jederzeit droht den Arbeiterinnen die Kündigung und nur im Glücksfall bekommen sie als Abfindung einen Fernseher oder etwas Geld. Bei Regen rennen sie schnell in ihre Wohnhütten, denn sobald der erste Tropfen fällt, leiten die Fabriken ihre Abwässer einfach auf die Straße. Das berührt, wie auch anderes in dieser umfangreichen Zusammenstellung von Dokumentationen aus Mali, Venezuela, Algerien oder China. Begleitet werden die Filme von Workshops und Lesungen, die auch die Möglichkeit zum Austausch mit internationalen Aktivisten und Regisseuren bieten - und vielleicht dazu, den gewetzten Klingen der Globalisierung etwas entgegen zu setzen.
„globale 07", Central, Nickelodeon und Galerie Neurotitan, 9.-16.5.
www.globale-filmfestival.org
| Anhang | Größe |
|---|---|
| zitty-10_2007.pdf | 147.6 KB |
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