cooperations

Mit labormov[i]e leistet laborB* seit der ersten globale einen jährlichen Beitrag rund um den Fokus global labor – bietet also einen besonderem Blick auf Arbeit, Ausbeutung und ArbeiterInnen-Bewegung in Zeiten des globalisierten Kapitalismus. Wir widmen uns der medialen Sichtbarmachung, Offenlegung und politischen Bearbeitung der vielgestaltigen Realität von Lohnabhängigen. Gezeigt und medial verhandelt werden sollen Perspektiven, Erfahrungen, Kämpfe und auch Widersprüche von global labor – nicht zuletzt aber auch Visionen einer Gesellschaftlichkeit jenseits von Konkurrenz und Ausschluß.
labormov[i]e bevorzugt dabei die Perspektive der Teilnahme, also Beiträge von und eine Zusammenarbeit mit AktivistInnen, welche die kollektiven Erlebnisse von betrieblichen und gewerkschaftlichen Bewegungen fokussieren oder sich politisch mit der Perspektive von global labor identifizieren. Daher nimmt neben der eigenen Programmarbeit auch die Kooperation mit anderen Akteuren und Projekten aus dem weiten Feld zwischen Medienaktivismus und internationalistisch orientierter, politischer Gewerkschaftlichkeit eine zentrale Rolle ein.

Wir sehen Medien und deren Möglichkeiten als Vehikel für die Herstellung eines lebendigen kollektiven Erfahrungsraumes von global labor und als ein Mittel zur kulturellen und organisatorischen Arbeit an nachhaltiger globaler Solidarität – einer Solidarität die keinen Halt macht vor den Räumen und Verhältnissen gesellschaftlicher Produktion.



Was ist ein auditiver Katalysator und wie kann er kapitalismuskritisch wirksam werden?
Für 7 Tage wird auf der globale07 ein temporäres Radiostudio mit lokaler Sendefrequenz und Internetstreaming eingerichtet. Wir begreifen Radio als auditives Reflexivmedium, das Sendestrukturen - auch in bezug zum Filmfestival - nicht ungefragt weiter umsetzt, sondern auch verwandelt. Sprechen, Re-Mixen und Sampling sind mehr als ästhetische Spiele. Wenn Radio primär eine soziale Technik ist, dann kann man die hier ausprobieren. Die Station im Neurotitan wird offen sein für Festivalbesucher und Macherinnen und eine Kombination von
Übertragungen aus dem Festival, fixem Programm und Ad hoc-Sendungen bieten. Audio Grafitti inklusive! Geplant sind u.a. Beiträge zur Kritik von Arbeitslosengeld, Sendungen des Freien Radio Kassel im Kontext mit German Foreign Policy, das Fieldrecording einer Kinderuni-Vorlesung zur Frage "Warum gibt es Arme und Reiche auf der Welt?", Mini-FM Workshops.